21. März 2022In Interview

US-Fed: Und sie bewegt sich doch..." - Russland? "Das ist toxisch

Andreas Scholz: Die US-Fed hat die Zinswende eingeleitet. Mit welchem Tempo geht es jetzt weiter? Andreas Scholz: „Im Durchschnitt rechnet die Fed mit sechs weiteren Zinsschritten in diesem Jahr. So wird sie sich bis Ende des Jahres Richtung 2 % heranrobben. Ende 2023 sind dann 2,7 % möglich.“ Die Lage ist nicht einfach, die Einstellung der Fed hat sich um 180 Grad gedreht. „Powell spricht von einem Inflationsschock und befürchtet, dass sich die Inflation eingaben könnte.“ Die Fed zeigt also klare Kante, auch wenn es homöopathisch losgeht. Für die EZB kam der Krieg zur Unzeit. Lagarde sieht ein Risiko von sogenannten Zweitrunden-Effekten. „Es droht eine Lohn-Preis-Spirale“ Auch bringt die EZB die „De-Globalisierung“ ein in die Diskussion. „Lift Off frühestens im Frühherbst.“ England hebt an, aber nicht so stark wie erwartet. Japan fährt weiter volle Kraft voraus. „Da ist die Welle der internationalen Inflation noch nicht an den Strand geschwappt.“ Russland dagegen steht vor dem Zahlungsausfall. „Das ist toxisch.“